IntegraS 2025: Nachhaltiger Dialog zur Integration von Flüchtlingen und zur Beschäftigung in der Schweiz

Am 6. Dezember 2025 in Universität Zürich (Schweiz) Das Forum fand statt IntegraS 2025 – eine professionelle sektorübergreifende Plattform, die sich mit Fragen der beruflichen Integration von Ukrainern und Ukrainerinnen in der Schweiz befasst. Die Veranstaltung brachte Vertreter zusammen Staatliches Sekretariat für Migration (SEM), kantonale Behörden, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie die ukrainische Diaspora zu einem offenen und substanziellen Dialog über die zentrale Frage: Welche Zukunft erwartet Ukrainer in der Schweiz und wie sieht eine echte Integration in die Schweizer Gesellschaft aus?.

Das Forum wurde zu einem Ort des ehrlichen Dialogs zwischen staatlichen Strukturen, dem Arbeitsmarkt, dem Bildungssektor, Arbeitgebern und den Ukrainern selbst – einem vielversprechenden Erfahrungsaustausch, in dessen Rahmen sowohl die Erfolge als auch die Herausforderungen des Prozesses der Arbeitsintegration aus individueller und gesellschaftlicher Sicht dargelegt wurden. Der Schwerpunkt lag auf der gemeinsamen Verantwortung für kurz- und mittelfristige Optimierungsmaßnahmen sowie auf der Entwicklung einer langfristigen Strategie.

Veranstalter des Forums IntegraS 2025 auftrat VIDNOVA Schweizerisch-Ukrainische Vereinigung in Zusammenarbeit mit NGO USB, sowie unter Beteiligung schweizerischer und ukrainischer Institutionen. Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung der kantonalen Behörden, der Fachwelt und eines Teams von Freiwilligen durchgeführt.
Präsidentin von VIDNOVA, Initiatorin und Organisatorin des Forums Olesya Tarasenko, betonte: «IntegraS steht für verantwortungsvolle Integration, Dialog und Zukunft. Wir sprechen nicht von abstrakten Prozessen, sondern von konkreten Instrumenten, die bereits heute Menschen dabei helfen, sich in der Schweiz ein professionelles, systematisches und würdiges Leben aufzubauen.».

Im Rahmen des Forums IntegraS 2025 Vertreter von Schweizer Bundes- und Kantonsbehörden, Universitäten und Bildungseinrichtungen, Experten für Arbeitsmarktfragen, Arbeitgeber, Psychologen sowie ukrainische Fachleute mit praktischer Erfahrung im Aufbau einer beruflichen Karriere, im Erwerb von Schweizer Qualifikationen und in der Arbeit in lokalen Unternehmen hielten Vorträge und gaben Expertenkommentare ab. Dies ermöglichte es, einen praktischen und anwendungsorientierten Rahmen für die Teilnehmer der Veranstaltung zu schaffen.

Das Forum betrachtete die Integration der Ukrainer in der Schweiz nicht nur als sozialen Prozess, sondern auch als Investitionen in Humankapital, der in Zukunft eine Schlüsselrolle im Wiederaufbauprozess der Ukraine sowie bei der Umsetzung europäischer und schweizerischer Standards spielen wird. Besonderes Augenmerk wurde auf die Bereitstellung von Informationen zur beruflichen Integration, die aktive Gestaltung dieses Prozesses, den Erwerb praktischer Kompetenzen und die Unterstützung der Zertifizierung der erworbenen Ausbildung und Berufserfahrung nach Schweizer Standards gelegt – als Grundlage für die weitere berufliche Mobilität und die Beteiligung am Wiederaufbau der Ukraine. IntegraS positioniert Ukrainer als potenzielle Fachkräfte für Schweizer Unternehmen, die sich in Zukunft am Wiederaufbau der Ukraine und der Umsetzung gemeinsamer Wirtschafts- und Infrastrukturprojekte beteiligen werden.

Wichtigste Ergebnisse und Schlussfolgerungen des Forums

  • Rechtlicher und migrationspolitischer Kontext. Vertreter der Migrationsbehörden bestätigten, dass Schutzstatus S bleibt stabil, solange die Lage in der Ukraine gefährlich ist. Gleichzeitig erwartet der Staat eine Zunahme der Selbstständigkeit von Personen mit S-Status, vor allem durch Bildung, Berufsausbildung und Beschäftigung.
  • Arbeitsmarkt und Beschäftigung. Arbeitsmarktexperten betonten, dass Ukrainer gute Chancen auf eine Anstellung in der Schweiz haben. Der größte Bedarf an Arbeitskräften besteht derzeit in den Bereichen Pflege, Logistik, Gastronomie, Produktion und IT. Eine wichtige Voraussetzung sind Sprachkenntnisse. Eine Anstellung auf dem Primärarbeitsmarkt, Praktika und Einstiegspositionen wurden als schnellster Weg zur Beschäftigung identifiziert.
  • Bildung und Anerkennung von Qualifikationen. Vertreter von Universitäten und Bildungsbehörden legten den Schwerpunkt auf Fragen der Anerkennung von Diplomen und speziellen Förderprogrammen. Es wurde betont, dass Ukrainer über eine starke akademische Basis verfügen, dass eine erfolgreiche Integration jedoch ein Verständnis der Struktur des Schweizer Bildungssystems und die Bereitschaft zu zusätzlichen Kursen und Zertifizierungen erfordert.
  • Psychosoziale Stabilität. Psychologen haben auf die Erschöpfung und den anhaltenden Stress hingewiesen, denen ukrainische Familien ausgesetzt sind. Es wurde betont, dass diese vielfältigen Belastungen im Integrationsprozess berücksichtigt werden müssen und dass psychologische Unterstützung zur Stabilisierung und Aktivierung innerer Ressourcen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration ist.
  • Die Sichtweise der Arbeitgeber. Die Arbeitgeber berichteten von erfolgreichen Beispielen der Zusammenarbeit mit ukrainischen Fachkräften und hoben deren Motivation, Verantwortungsbewusstsein und Lernbereitschaft hervor. Die wichtigste Empfehlung lautete, keine Angst vor den ersten Schritten zu haben und die berufliche Laufbahn schrittweise aufzubauen.
  • Ukrainische Integrationsgeschichten. Die ukrainischen Referenten berichteten über ihre eigenen, oft schwierigen, aber ehrlichen Wege der Integration. Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten und die Teilnahme an Gemeinschaften tragen dazu bei, den Übergang von der Phase des Überlebens zur Phase der persönlichen und beruflichen Entwicklung zu vollziehen.

Forum IntegraS 2025 hat eine gemeinsame Position festgelegt: Ukrainer können sich in der Schweiz ein stabiles und würdiges Leben aufbauen. Gleichzeitig ist dies ein Weg, der sprachliche Anpassung, Eigeninitiative, Bildung, Beschäftigung und gegenseitige Unterstützung erfordert. Aus strategischer Sicht wird auch die Ausbildung von Fachkräften in Betracht gezogen, die über Berufserfahrung in Schweizer Unternehmen verfügen, mit den lokalen Qualitäts-, Management- und Sicherheitsstandards vertraut sind und sich an gemeinsamen schweizerisch-ukrainischen Projekten im Rahmen des Wiederaufbaus der Ukraine beteiligen können.

Nach Abschluss des Forums IntegraS 2025 Team VIDNOVA Schweizerisch-Ukrainische Vereinigung hat mit der Vorbereitung weiterer praktischer Schritte begonnen, die darauf abzielen, die Integration der Ukrainer in der Schweiz zu stärken und Humankapital für künftige Wiederaufbauprozesse in der Ukraine zu bilden. Zu den wichtigsten Schwerpunkten der weiteren Arbeit gehören:

  • Erstellung von Analysematerialien und abschließenden Empfehlungen auf Grundlage der Ergebnisse des Forums;
  • Entwicklung von Bildungs- und Karrierewegen mit Schwerpunkt auf Zertifizierung und praktischer Erfahrung nach Schweizer Standards;
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit Universitäten, Bildungszentren und Arbeitgebern;
  • Bildung von Fachgemeinschaften und Netzwerken von Spezialisten, die sowohl in der Schweiz als auch im Rahmen künftiger Projekte zum Wiederaufbau der Ukraine arbeiten können.

IntegraS positioniert sich nicht als einmalige Veranstaltung, sondern als langfristige Plattform, die auf eine systematische Kommunikation zwischen der ukrainischen Gemeinschaft und den Schweizer Strukturen, eine Erhöhung der Transparenz und Zugänglichkeit offizieller Informationen sowie die Bildung nachhaltiger, zukunftsorientierter Integrationslösungen abzielt.

Das Forum legte den Grundstein für einen Dialog zwischen der ukrainischen Gemeinschaft, der Schweizer Wirtschaft und institutionellen Partnern über den Transfer von Fachwissen, praktischen Kenntnissen und Managementmodellen, die für einen nachhaltigen Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg von entscheidender Bedeutung sind. Es wurde auch das Interesse der Schweizer Institutionen und Unternehmen an der Gewinnung motivierter Fachkräfte betont, die bereits in lokale Prozesse integriert sind und nach Schweizer Standards arbeiten. Das in der Schweiz erworbene Wissen, die Managementpraktiken und die Berufserfahrung werden als wichtiger Beitrag zum künftigen staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau der Ukraine angesehen.

Offizielle Quellen:

🔹 Ich suche Arbeit (DE)
https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/ukr-schutzsuchende/ich-suche-eine-stelle.html

🔹 Ich suche Arbeit (UA)
https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/ukr-schutzsuchende/ich-suche-eine-stelle.html#-378710548

🔹 Ukraine-Hilfe | Kanton Zürich
https://www.zh.ch/de/migration-integration/ukrainehilfe.html

🔹 Beschäftigung für Personen mit S-Status (DE)
https://www.zh.ch/de/migration-integration/ukrainehilfe/erwerbstaetigkeit.html

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